

Vor seiner Bibelarbeit überbrachte Superintendent Nausner die Grüße der Jährlichen Konferenz in Österreich und dankte der OJK für die erlebte Gemeinschaft. Auch in Österreich spielt die Frage nach den Prioritäten kirchlicher Arbeit derzeit eine wichtige Rolle.
Die Begegnung mit einem Text wie Genesis 21, 1-9 stelle uns vor die Frage nach dem Verhältnis zwischen Judentum und Christentum, so Nausner. Er erzählte von einer Ausgrabung in Skopje, anhand derer deutlich werde, dass Juden und Christen bis ins vierte Jahrhundert auf dem Balkan in einem gemeinsamen Gebäude Gottesdienst feierten. Direkt an der Synagoge findet sich dort ein frühchristliches Baptisterium, Ausdruck der engen Gemeinsamkeit bis hin zur Konstantinischen Wende. Der Text, so Nausner weiter, gehöre zu denen, an denen die ganze weitere Entfaltung der Geschichte der Genesis hängt. Er beginne mit dem Handeln Gottes, indem Gott gegen ein Naturgesetz seine Verheißung erfüllt. Naturgesetze aber seien nichts anderes als zur Aussage gemachte Gewohnheiten. Als Sarah davon erfährt, dass ihr dies widerfahren solle, lacht sie. Dieses Lachen habe zunächst eine seltsame Harmlosigkeit. Weil aber das Lachen auch boshafte Züge in sich tragen könne, könne es nicht in solcher Harmlosigkeit verharren. Dem entgegen stehe ein Lachen, das sich selbst nicht so ernst nehme, weil es darum wisse, dass der Mensch bei Gott gut aufgehoben ist. Alle Dinge haben Regeln, die bis zu einem gewissen Punkt gelten und dann nicht mehr. Dies, so Nausner, sei der Witz der Welt, wie er sich auch in dieser Erzählung zeigt: Gott gibt den Alten ein Kind. Darin werde erkennbar, dass hinter der Schöpfung nicht nur Naturgesetze oder der Zufall stünden, sondern eine Absicht. Das bedeute, dass sie sich letztlich unserer Erklärung entzieht und deshalb stets ein Element des Überraschenden in sich trägt. Der Name des Kindes sei Ausdruck dessen: Isaak = Er lacht. Ein gutes Schmunzeln Gottes liege über der Welt. Gott lache über uns, weil er uns ernst nimmt. Deshalb können wir auch über uns lachen, auch über die ernsten Dinge des Lebens. Freude und Christsein seien somit Zwillinge – gleich, aufs Engste zusammengehörig und doch nicht vollkommen identisch.
Frank Eibisch
Die Plenarsitzung am heutigen Freitagvormittag begann mit der Aussprache zum Bericht des OA 3a, der sich mit Fragen der Evangelisation und Mission beschäftigt.
Der neu gewählte Vorsitzende, Hans- Peter Helm, erläuterte den vorliegenden Bericht. Ein herzlicher Dank galt dem langjährigen Vorsitzenden, Pastor Reinhold Mann.
Erste Erfahrungen aus der Arbeit mit dem Buch von Bischof Schnase in den Gemeinden liegen in großer Bandbreite vor.
Zeltmission und EmK-Mobil werden im Bereich der OJK wenig angefragt und eingesetzt.
Im Bericht sind viele Erfahrungen und Anregungen für Evangelisation und Mission genannt.
Die Vielfalt ist groß, in der wir als Gemeinden unterwegs sind. Und so sind auch aus den Anregungen und Vorschlägen jeweils die für die Gemeinden passenden als Anstöße nutzbar.
Die Vormittagssitzung des Plenums hatte dann noch zwei gewichtige Berichte vorliegen und darüber zu befinden, den Bericht der Behörde für Kircheneigentum und Bauangelegenheiten und den Bericht der Behörde für finanzielle Angelegenheiten.
Der Bericht der Behörde für Kircheneigentum und Bauangelegenheiten, der von Pastor Norbert Lötzsch erläutert wurde, wurde ergänzt durch einen Situationsbericht des LM Dietmar Vogel aus Großenhain, der der Konferenz einen Überblick gab über die durch den Tornado am vergangenen Montag entstandenen Schäden am Kirchengebäude in Großenhain.
Er machte deutlich, dass zur Behebung der Schäden finanzielle Hilfe notwendig wird, betonte aber auch, dass die Schäden, Gott sei Dank, nicht so umfassend sind wie ursprünglich angenommen.
Die Konferenz beschloss die Schließung des Friedhofes auf Schwarzenshof.
Zum umfassenden Bericht der Behörde für finanzielle Angelegenheiten wurde durch den Vorsitzenden, Dieter Weyhrauch, eine detaillierte Einführung gegeben.
An alle Geschwister in den Gemeinden geht ein herzlicher Dank für finanzielle Beiträge zum Haushalt unserer Kirche. An die SJK und an die NJK ergeht herzlicher Dank für die auch jetzt noch regelmäßig in jedem Jahr uns zur Verfügung gestellten Beiträge des Lastenausgleiches. Die anwesenden Delegierten der beiden Konferenzen erhalten den Auftrag, diesen Dank in ihre Konferenzen mitzunehmen.
Zur finanziellen Situation der OJK gab es eine umfassende Aussprache.
Wenn es darum geht, was wir tun oder lassen sollten stellt sich die Frage nach dem „Wir“. Wer ist „Wir“? „Wir“ sind wir alle gemeinsam als Kirche und wir müssen Acht geben darauf, dass dieses „Wir“ nicht beschädigt wird in den vielen Diskussionen des Für und Wider, wenn es um die Schließung von Haushaltslücken geht.
Die Konferenz wählte Thomas Dietrich als Schatzmeister der OJK ab 1.1.2011 und die Konferenz wählte Christian Weißbach zum Statistiker ab der OJK 2011.
In der Funktion des Beauftragten für Personaldaten wurde Klaus Morgenroth wieder bestätigt.
Die Konferenz konnte den Bericht der Behörde mit Dank annehmen und den Kassenverwaltern Entlastung erteilen.
Joachim Blechschmidt
... in deiner Jugend, ehe denn die bösen Tage kommen und die Jahre herzutreten, da du wirst sagen: Sie gefallen mir nicht. (Prediger 12,1)
Der Gedächtnisgottesdienst - erstmalig gegen Abend des dritten Konferenztages - rückte das Gedenken an die im Konferenzjahr Verstorbenen in die Mitte des Konferenzgeschehens. Die Gemeinde gedachte mit den Angehörigen der gemeinsamen Dienstzeit mit Pastorenfrau Annerose Walther, Pastorenwitwe Johanna Gerisch, der Pastoren Joachim Putzke und Günter Ringeis sowie Pastor Joachim Lewke und Pastorenfrau Dorothea Klee.
Freue dich deiner Jugend, ehe Alter und Tod kommen.... - zur Zeit,
• wenn die Hüter des Hauses zittern und die Starken sich krümmen und müßig stehen die Müllerinnen, weil es so wenige geworden sind,
• und wenn finster werden, die durch die Fenster sehen,
• und wenn die Türen an der Gasse sich schließen, dass die Stimme der Mühle leiser wird,
• und wenn sie sich hebt, wie wenn ein Vogel singt, und alle Töchter des Gesanges sich neigen;
• wenn man vor Höhen sich fürchtet und sich ängstigt auf dem Wege,
• wenn der Mandelbaum blüht und die Heuschrecke sich belädt und die Kaper aufbricht;
denn der Mensch fährt dahin, wo er ewig bleibt, und die Klageleute gehen umher auf der Gasse... Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.
Die Bilder alternden Lebens stimmen fröhlich und heiter, weil sie aus einer Grundhaltung herzlichen Vertrauens auf Gott und seines Heilands kommen, führte Pastor Reiner Kohlhammer in seiner Predigt aus. Jeden Tag als ein Geschenk Gottes zu leben, bedürfte immer neuer Übung, bevor die schweren Tagen kommen. Dann halten wir Menschen Ausschau nach jemanden, der „uns das Lachen lehrt“ (Hanns Dieter Hüsch) wie es im Psalm der Konferenz heißt. „Vom Kinderbett bis zur Leich ... ich bin vergnügt, erlöst, befreit.“
Sebastian Ringeis
Traditionell lädt die Konferenz am Freitagabend zur öffentlichen Konferenzsitzung ein. Am „Abend der Begegnung“ stehen die Ehrung der Jubilare und die Grüße von Gästen aus anderen Konferenzen im Mittelpunkt. In den Grußworten der Gäste aus Polen, Pastor Krysztof Wolnica und Ungarn, Brd. Istvan Ambrusz, drückt sich auch die Verbundenheit mit den Schwestern und Brüdern der evangelisch-methodistischen Kirche über Konferenzgrenzen hinweg aus.
Die Jubilare in diesem Jahr brachten eine gemeinsame Dienstzeit von 485 Jahren mit.
Für 60 Jahre im Dienst wurde den Pastoren Gunter Demmler, Max Nestler, Gerhard Riedel, Gerhard Rögner und Dr. Karl Zehrer gedankt.
Im Namen der Jubilare sprach Pastor i. R. Gunter Demmler. In seiner emotionalen Rede stand der Dank an die Ehefrauen und der Dank an Gott, der von Zwang und Fesseln befreit an erster Stelle. Er stellte die Frage: Wie erlebt und besteht man 60 Jahre im Dienst der Kirche? Darauf gab er drei Antworten: Sie erlebten 60 Jahre als Berufene Jesu Christi und in seinem Dienstauftrag. Sie vertrauen auf Gott und wagen den Versuch christlichen Gehorsams. Sie leben durch eine Perspektive der Hoffnung durch das Geschenk des biblischen Zeugnisses.
40jähriges Dienstjubiläum feierten die Pastoren Gottfried Fischer, Thomas Fritzsch, Christoph Georgi und Harald Hunger. Und 25 Jahre im Dienst ist Pastor Friedemann Trommer.
Für 25 Jahre Laientätigkeit in der Konferenz wurde Laienmitglied Ruth Höhne gedankt. Sie ist in verschiedenen Gremien der Konferenz und im Frauenwerk tätig.
Pastor Gerhard Förster wurde in den Ruhestand verabschiedet.
Schwungvolle, frische Musik begleitete den Abend. Mit einem Stück aus Sister Act und einem modernen Musikarrangement wurde der Konferenz ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Christina Posdzich
Herr und Frau Meier sitzen in der Kirche. Plötzlich stößt Frau Meier ihren Mann an und flüstert: " Der Herr vor uns schläft!" - Darauf Herr Meier vorwurfsvoll: "Aber deswegen brauchst du mich doch nicht wecken!"